Stress rund um die Ernährung

Wenn dein Baby schlecht trinkt oder die Flasche ablehnt, kann jede Mahlzeit spannend werden. Du hoffst, dass dein Baby genug bekommt, zählst Milliliter und spürst vielleicht schon vor der Mahlzeit Spannung.

Dieser Stress ist sehr verständlich. Aber Babys spüren Spannung oft genau. Dadurch kann das Füttern immer weniger entspannt werden, für dich und dein Baby.

Wie sich Stress rund ums Füttern zeigen kann

  • Du beobachtest ständig, wie viele Milliliter dein Baby trinkt
  • Du spürst Spannung, sobald es Zeit für die Flasche ist
  • Du versuchst, dein Baby trotzdem noch etwas mehr trinken zu lassen
  • Du hast Angst, dass dein Baby zu wenig bekommt
  • Das Füttern fühlt sich nicht mehr entspannt an
  • Dein Baby dreht sich weg oder wird wütend bei der Flasche
  • Die Mahlzeit endet oft im Weinen
  • Du nutzt immer mehr Tricks, damit das Trinken klappt
  • Dein Baby trinkt nur schlafend oder halb schlafend
  • Du bist bei jeder Mahlzeit erschöpft

Warum gut gemeinter Druck das Gegenteil bewirken kann

Wenn dein Baby wenig trinkt, ist es sehr verständlich, dass du versuchst, trotzdem noch etwas mehr zu geben. Noch ein Schluck. Noch ein Versuch. Noch eine andere Haltung. Noch ein paar Minuten warten.

Für ein Baby, das bereits Spannung rund um die Flasche empfindet, kann das wie Druck wirken. Dadurch kann das Nervensystem noch mehr Schutz aufbauen. Die Flasche wird dann nicht mehr nur zum Trinken, sondern zu etwas, gegen das sich dein Baby wehrt.

Es geht nicht um Schuld

Viele Eltern fühlen sich schuldig, wenn sie feststellen, dass rund ums Füttern Spannung entstanden ist. Aber Flaschenaversion entsteht fast immer aus Sorge, Liebe und dem Wunsch, dass dein Baby gut wächst.

Das Wichtigste ist nicht, mit Schuldgefühlen zurückzublicken, sondern nach vorne: Wie machen wir das Trinken für dein Baby wieder sicher, ruhig und vorhersehbar?

Gemeinsam zurück zur Ruhe

Wenn das Füttern zu Hause zunehmend belastend wird, kann es helfen, gemeinsam das Muster hinter dem Trinken zu betrachten. Nicht mit Urteil, sondern mit Ruhe, Erfahrung und praktischen Schritten.

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