Pasgeboren baby drinkt elke 2 uur: is dat normaal?

Neugeborenes trinkt alle 2 Stunden: Ist das normal?

von/ durch Danielle Kempers

 

Als ich anfing, auf der Neonatologie zu arbeiten, sah ich jeden Tag, wie oft ein neugeborenes Baby trinken möchte. Und trotzdem ist es eines der ersten Dinge, die junge Eltern überraschen. Vielleicht hattest du dich auf „alle drei bis vier Stunden“ eingestellt, aber dein Kleines meldet sich schon nach anderthalb oder zwei Stunden wieder. Dann stellt sich schnell die Frage: Mache ich etwas falsch?

Die kurze Antwort: nein. Ein neugeborenes Baby, das alle 1,5 bis 2 Stunden trinken möchte, macht genau das, was es tun soll. Es ist nicht nur normal, sondern ein gesundes Zeichen. In diesem Blog erkläre ich in Ruhe, warum dein Baby diesen Rhythmus hat, wie du die Signale liest und worauf du wirklich achten solltest.

Kurz gesagt: Neugeborene trinken oft, weil ihr Magen sehr klein ist (am ersten Tag etwa so groß wie eine Kirsche) und Muttermilch schnell verdaut wird. Bedarfsorientiertes Füttern — also zu reagieren, sobald dein Baby Hunger zeigt — ist in den ersten Wochen normal und unterstützt den Milchfluss. Ein Intervall von 1,5 bis 2 Stunden, manchmal auch kürzer, gehört dazu.

Warum möchte ein neugeborenes Baby so oft trinken?

Um das zu verstehen, hilft es, sich den Magen anzuschauen. Ein Neugeborenes ist darauf ausgelegt, kleine Mengen auf einmal zu trinken, und das erklärt fast alles.

Wie groß ist der Magen eines neugeborenen Babys?

Am ersten Tag nach der Geburt ist der Magen etwa so groß wie eine Kirsche, mit Platz für etwa 5 bis 7 Milliliter — einen Teelöffel. Um den dritten Tag ist er vergleichbar mit einer Walnuss (etwa 22 bis 27 Milliliter) und nach einer Woche so groß wie eine Aprikose.1 So ein kleiner Magen ist auch schnell wieder leer. Eine Mahlzeit alle anderthalb bis zwei Stunden passt also genau zu dem, was der Körper deines Babys bewältigen kann.

Muttermilch wird schnell verdaut

Neben dem kleinen Magen spielt auch die Zusammensetzung der Nahrung eine Rolle. Muttermilch ist fein auf das Verdauungssystem deines Babys abgestimmt und wird leicht und schnell verdaut. Untersuchungen zur Magenphysiologie von Neugeborenen legen sogar nahe, dass ein Intervall von etwa einer Stunde gut zur natürlichen Magenentleerung eines reifen Babys passt.2 Häufiges Trinken ist also kein Problem, das gelöst werden muss — es ist das System, das funktioniert.

Wie oft trinkt ein neugeborenes Baby durchschnittlich?

Beim Stillen sind acht bis zwölf Mahlzeiten innerhalb von 24 Stunden in den ersten Wochen ganz normal. Flaschennahrung liegt etwas schwerer im Magen, weshalb Flaschenbabys manchmal etwas länger Pausen machen — oft alle zwei bis drei Stunden. Wichtiger als der Zeitplan ist Folgendes: Schau auf dein Baby, nicht auf die Uhr. Das eine Kind trinkt in Clustern, das andere regelmäßiger. Beides ist in Ordnung.

Bedeutet häufiges Stillen, dass ich zu wenig Milch habe?

Das höre ich oft, und es ist eine verständliche Sorge. Aber häufiges Trinken allein sagt nichts über deine Milchproduktion aus. Es gehört zur Funktionsweise eines Neugeborenen. Im Gegenteil: Gerade durch häufiges Anlegen baust du deine Milchproduktion auf. Das System funktioniert nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage – jedes Mal, wenn dein Baby trinkt, erhält dein Körper das Signal, neue Milch zu produzieren. Je öfter die Brust stimuliert und entleert wird, desto mehr Milch entsteht.3

In den ersten Tagen trinkt dein Baby Kolostrum, die dicke gelbliche Erstmilch voller Antikörper. Nach drei bis fünf Tagen geht diese in Übergangsmilch und danach in reife Milch über.4 Indem du deinem Baby in dieser Zeit viel Raum zum Trinken gibst, erleichterst du den Übergang.

Wie erkennst du frühe Hungersignale?

Weinen ist eigentlich ein spätes Hungersignal. Es ist für euch beide angenehmer, vor dem Weinen zu füttern. Achte auf:5

  • Schmatzen oder Lecken mit den Lippen
  • den Mund öffnen und suchend bewegen (Rooting)
  • die Händchen zum Mund führen
  • unruhiges Drehen mit dem Köpfchen

Siehst du diese Signale, auch wenn erst anderthalb Stunden seit der letzten Mahlzeit vergangen sind? Dann kannst du beruhigt anlegen.

Was ist Clustern und was sind Regeltage?

Manchmal scheint dein Baby stundenlang trinken zu wollen: ein bisschen, kurz einschlafen, wieder melden. Das nennt man Clustern und kommt oft am späten Nachmittag oder Abend vor. Dein Baby legt so einen Vorrat für die Nacht an und regt deine Milchproduktion zusätzlich an. Vollkommen normal.6

Außerdem gibt es Regeltage (Wachstumsschübe), oft um den 10. Tag, 3 Wochen, 6 Wochen und 3 Monate. Dein Baby scheint dann plötzlich unersättlich zu sein. Das ist kein Zeichen dafür, dass etwas nicht stimmt – es ist die Art, wie dein Baby deinem Körper mitteilt, dass der Bedarf gestiegen ist.7 Gib dem ruhig nach; meist stellt sich der Rhythmus nach ein paar Tagen von selbst wieder ein.

Woran erkennst du, ob dein Baby genug bekommt?

Statt auf die Zeit zwischen den Mahlzeiten zu achten, solltest du besser auf diese Zeichen achten:8

  • du hörst und siehst dein Baby beim Trinken schlucken
  • dein Baby ist nach dem Stillen entspannt und zufrieden
  • ausreichend nasse Windeln (ab dem 5. Tag mindestens sechs schwere, nasse Windeln innerhalb von 24 Stunden)
  • regelmäßiger Stuhlgang
  • Dein Baby nimmt nach dem normalen Gewichtsverlust in den ersten Tagen wieder stetig zu

Muss man ein Neugeborenes zum Stillen wecken?

In den ersten Wochen, besonders solange dein Baby sein Geburtsgewicht noch nicht zurückerlangt hat, wird oft empfohlen, mindestens alle drei bis vier Stunden zu füttern – auch nachts. Wächst dein Baby gut und ist es gesund, kannst du in Absprache mit dem Gesundheitsamt deinem Baby öfter selbst überlassen, wann es aufwacht.

Wann solltest du dir wirklich Sorgen machen?

Häufiges Trinken ist meist gesund. Nimm jedoch Kontakt auf mit deiner Hebamme, dem Gesundheitsamt, deinem Hausarzt oder einer Stillberaterin, wenn du Folgendes bemerkst:

  • Weniger nasse Windeln als erwartet oder dunkler, konzentrierter Urin
  • Dein Baby ist schläfrig, schwer zu wecken oder bei jeder Mahlzeit untröstlich
  • Dein Baby verliert weiterhin Gewicht oder nimmt nach mehr als einer Woche nicht zu
  • Das Stillen verursacht dauerhaft starke Schmerzen oder das Stillen klappt nicht

Vertraue dabei deinem Gefühl. Bist du unsicher? Frag nach. Es gibt Hilfe, und du musst es nicht allein herausfinden.

 

merinowolle Decke und Umschlagtuch, braun, rice flower

 

Komfort beim Stillen

Bei all den Mahlzeiten geht es auch um Ruhe und Geborgenheit – für euch beide. Ein Neugeborenes kann seine Körpertemperatur noch nicht gut selbst regulieren, und gerade beim Trinken, dicht an dir, hilft es, diese Wärme zu bewahren. Eine weiche merinowolle Decke tut genau das, was ein Baby braucht: warmhalten ohne zu überhitzen. Merinowolle ist von Natur aus atmungsaktiv und temperaturregulierend, sodass es nicht schwitzig wird. Möchtest du dein Baby lieber beim Ausruhen einwickeln? Schau dir dann die Baby Cocoons an – sie vermitteln dieses umhüllende, sichere Gefühl, das das Nervensystem eines Neugeborenen beruhigt.

Vertraue deinem Baby und dir selbst

Die ersten Wochen sind zerbrechlich und intensiv. Versuche, die Uhr etwas loszulassen. Ein Baby, das alle anderthalb bis zwei Stunden trinken möchte, tut genau das, was die Natur zum Wachsen vorgesehen hat. Zieh dich zurück, Haut an Haut, unter eine warme Decke, und wisse, dass du alles richtig machst.

Hast du Fragen zum Rhythmus, Schlaf oder Wohlbefinden deines Babys? Als Neonatologie-Krankenschwester berate ich dich gerne in einem Baby Coaching Termin. Gemeinsam schauen wir, was dein Kleines braucht.

Häufig gestellte Fragen

Ist es normal, dass mein Baby alle anderthalb Stunden trinken möchte?

Ja. Der Magen eines Neugeborenen ist sehr klein und Muttermilch wird schnell verdaut, daher sind kleine Mengen häufig – etwa alle 1,5 bis 2 Stunden – genau richtig.

Bedeutet häufiges Stillen, dass ich zu wenig Milch habe?

Nein. Häufiges Trinken gehört zu einem Neugeborenen und sagt nichts über deine Milchproduktion aus. Gerade durch häufiges Anlegen baust du deine Milchproduktion auf.

Was bedeutet Clustern?

Eine Phase, meist abends, in der dein Baby sehr häufig mit kurzen Pausen trinkt. Damit regt dein Baby die Milchproduktion an und bereitet sich auf eine längere Schlafphase vor.

Wie erkenne ich, dass mein Baby Hunger hat, bevor es zu weinen beginnt?

Achten Sie auf frühe Signale: Schmatzen, den Mund öffnen, mit dem Köpfchen suchen und die Hände zum Mund führen. Weinen kommt erst später.

Verwöhne ich mein Baby, wenn ich es immer füttere, wenn es danach verlangt?

Nein. Ein Neugeborenes kann nicht verwöhnt werden, wenn man auf seine Bedürfnisse eingeht. Bedarfsorientiertes Füttern fördert gerade eine sichere Bindung.

Muss ich mein Baby zum Stillen wecken?

In den ersten Wochen, besonders solange das Geburtsgewicht noch nicht erreicht ist, oft: mindestens alle 3 bis 4 Stunden. Wächst Ihr Baby gut, können Sie in Absprache mit dem Gesundheitsamt mehr auf Ihr Baby vertrauen.

Wie lange trinkt mein Baby noch so oft?

Das häufige Muster der ersten Wochen wird allmählich ruhiger, wenn der Magen wächst und sich ein Rhythmus bildet, meist gegen den zweiten bis dritten Monat. Regel-Tage können vorübergehend dazwischen liegen.

Quellen

  1. La Leche League Canada. Neugeborene haben kleine Mägen. lllc.ca
  2. Bergman, N. J. (2013). Neonatales Magenvolumen und Physiologie sprechen für Fütterung im 1-Stunden-Takt. Acta Paediatrica. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
  3. Medela. Muttermilchproduktion: Wie Angebot und Nachfrage funktionieren. medela.com
  4. HealthyChildren.org. Übergangsmilch und reife Milch. healthychildren.org
  5. HealthyChildren.org. Wie oft und wie viel sollte Ihr Baby essen? healthychildren.org
  6. The Bump. Clusterfeeding: Altersstufen, Anzeichen und Tipps. thebump.com
  7. La Leche League Canada. Wachstumsschübe und häufige Fütterungstage. lllc.ca
  8. NHS. Stillen: Bekommt mein Baby genug Milch? nhs.uk

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